Heidi

IMG_2977

Much Better Thank You lebt vor allem von Heidis Gesang. Dass sie plötzlich mal Sängerin sein würde, versetzt sie immer noch in Erstaunen. „Eigentlich war die Geige jahrelang mein Instrument“, sagt sie. Dass es dann der Gesang wurde, verdankt sie ihrem Mann Jens Engel. „Jens sagte irgendwann: Schreib doch mal einen Song.“

Heidi hat neben dem Geigespielen auch immer Gedichte geschrieben. „Die haben nie jemanden interessiert, aber schreiben kann ich!“ Also schrieb sie einen Song. Der erste Song war natürlich von den Kindern inspiriert. Die dreifache Mutter war nach einer Autofahrt so genervt von den sich mal wieder streitenden Kindern, dass sie „Trouble Kids“ schrieb. Das vertonte sie dann am Klavier – und es musste ja auch gesungen werden. So begann die Band im Wohnzimmer mit anderen musikbegeisterten Freunden.

Bis auf Jens hat sich die Besetzung der Band im Laufe der Jahre völlig verändert, aber Heidi prägt die Songs weiterhin mit ihrem Gesang – und ja, auch ab und zu mit der Geige. „Der MBTY Sound ist mittlerweile ein echter Band-Sound geworden“, betont Heidi noch, „ich möchte grade keinen meiner Mitmusiker missen, da bringt jeder seinen persönlichen Klang mit ein.“ Die Songs sind echte Ohrwürmer; Melodie ist Heidi immer wichtig und die Themen über die sie schreibt liegen ihr immer am Herzen, da kann es schon mal expressiv werden.

Jengel

Jengel_by MANFRED POLLERT Photographie„Ich wollte immer eigene Musik machen. Musik, wie die, die ich selbst liebe. Eingängig, melodiös, überraschend, mal ganz zart und schön, dann wieder „schmutzig“ und mitreißend, mit Power, und am liebsten alles im gleichen Lied.“

Als Heidi und Jens Engel das 2010 dann wirklich in Angriff genommen haben, ist eine ganz eigene Mischung entstanden aus Folk, Klassik, Rock, Indie, Walzer, …! „Wir nennen das Art-Folk,“ sagt Jens Engel, der neben seiner Frau Heidi die Songs der Band schreibt.

Die musikalische Bandbreite der Band kommt aber nicht nur aus dem Hause Engel, vielmehr haben sich über die Jahre Musiker gefunden, die ihre eigenen Ideen in die Songs mit einbringen. „Während meine eigenen musikalischen Wurzeln, durch ein von Klassik geprägtes Elternhaus, eher in der Kammermusik und im Geigenspiel liegen – erst spät, mit 16, habe ich Gitarre spielen gelernt – kommen die anderen Bandmitglieder musikalisch aus ganz anderen Ecken. Dadurch lerne ich bei jeder Probe dazu. Ich liebe das; das ist spannend und macht einen guten Teil der Energie unserer Musik aus.“

„Gute Songs sind für mich immer mit Stimmungen und mit „Aussagen“ verbunden. Sie begleiten mich oft für lange Zeit und so sollen auch die Songs von Much Better sein. Dazu gehört nicht nur die Stimmung der Musik sondern natürlich auch der Text. Anders als Heidi, die immer schon Gedichte geschrieben hat, ringe ich mit meinen Texten. Ich weiß was ich sagen will aber es dauert oft lange, bis ich mit dem was ich schreibe zufrieden bin.

Auf die Songs die dabei herauskommen bin ich ziemlich stolz. Sie bedeuten nicht die ganze Welt für mich, aber schon einen großen Teil ;-)“

An Inspiring Performance By MBTY

dad's old shirt

Heidi and Jens Engel did themselves and Todmorden’s Twin Town Bramche proud on Saturday Night with their group ‚Much Better Thank You‘ when they performed at the Golden Lion.

The moving  Lyrics of ‚Sons of War‘ and ‚Concrete Memories‘ had the audience spelled bound.  This was  in contrast with the track  ‚Neighbours‘ set to a waltz which had members of the audience dancing at the front of the stage.  The audience was further enlightened by very challenging piece ‚ADHDis‘ exploring society’s reaction to ADHD from the point of view of the child and the outsider set to music written around the A D and German H chords.

In all a lovely night full of emotional ups and downs with original music and lyrics written by Heidi Engel and performed with great passion by the band members of MBTY.

Copies of the album are available from me at just £10 plus postage.  Just let…

Ursprünglichen Post anzeigen 15 weitere Wörter

Looking Forward to Welcoming Two Great Friends from Germany

dad's old shirt

Jens and Heidi Engel are visiting Todmorden with the Bramche Town Twinning this weekend.  Clare and I are delighted to welcome them to stay with us.

We are really excited as they will be performing with their band ‚Much Better, Thank You‘ this Sunday (25th June 2017) at the Golden Lion, Todmorden.  I am looking forward  to a great turn out in support of our much welcomed guests.

Their music and lyrics (sung in English) cover many contemporary issues in a modern folk rock ballad genre.  I am sure everyone who attends their performance will be totally amazed at their professionalism and style.

Ursprünglichen Post anzeigen

MBTY – Line Up

dad's old shirt

A great line up of artists await to perform in Much Better, Thank You (MBTY) at the Golden Lion.  A free entry performance on 25th June 2017 in the upstairs function room.  All welcome.

This is a unique opportunity to see a truly inspiring modern day folk band with lyrics exploring today’s contemporary issues.

An amazing gift to Todmorden from our German Twin Town: Bramche.

Line up:

Heidi Engel: Lyrics, Music, Lyric Soprano, Violin
Jens Engel: Music, Electric Guitar
Michael Posch: Acoustic Guitar
Alexander Piecha: Base
Franko Frankenberg: Drums

Please share this post among your friends.

Ursprünglichen Post anzeigen

Plädoyer für Menschlichkeit

Zum Video-Release von Much Better, Thank You´s Lullaby

Nur wenige Menschen verlassen gern ihre Heimat. Wer sich auf den Weg macht, um in einem fremden Land, bei einer fremden Gesellschaft Zuflucht zu finden, hat meist eine Geschichte der Verfolgung hinter sich. Er sucht nach einem neuen Leben, weil er dort, wo er geboren und aufgewachsen ist, nicht mehr leben will oder kann. Oft trägt er Sorge für eine Familie, deren Mitglieder, insbesondere die Kinder, sich nicht oder nur unzureichend gegen die schlimmen Lebensumstände in ihrer Heimat wehren können und keine Perspektive haben. Wer, der selbst Familie und Kinder hat, will das verdenken?

Allerdings scheint es vielen Volksvertretern unmöglich zu sein, dafür einzutreten, dass die Solidargemeinschaft eines Staates diesen Menschen eine lebenswerte Existenz verschafft.

Es hat niemand gesagt, dass es einfach wäre, die Herausforderung einer gelebten Solidarität mit Flüchtlingen zu meistern, auch sind Ängste hinsichtlich eines Anstiegs der Terrorgefahr oder um den eigenen Arbeitsplatz verständlich; dass all dies jedoch dazu führt, die Aufnahme von Flüchtlingen abzulehnen, nur Maximal-Kontingente zulassen zu wollen oder gar Mauern zu bauen, um diese abwehren zu können, ist aus unserer Sicht inakzeptabel.

Dem entgegentretend wollen wir mit „Lullaby“ die Menschlichkeit in den Blickpunkt nehmen, da diese ein Gegengewicht bilden kann gegen besagte Ängste und ihre möglichen negativen gesellschaftlichen Folgen.

Der Song ist ein Wiegenlied für Flüchtlingskinder. Bereits 2007 geschrieben, wurde er 2015 wieder furchtbar aktuell und im Frühling 2016 endlich eingespielt. Die akustische Gitarre trägt durchgehend und gleichbleibend ruhig durch den Walzer. Das Schlagzeug setzt ein, einsam klingende Gitarrentöne legen sich darüber, die Geige nimmt sie auf und intensiviert sie. Der Gesang beginnt wie ein Wiegenlied sein soll: sanft und relativ emotionslos wird dem Kind vom vergangenen Tag gesungen. Die Mutter versucht die Situation zu entschärfen und Vertrauen zu geben. Das Kind soll ruhig schlafen können. Die zweite Strophe wird jedoch emotionaler. Die Mutter hat Angst gehabt, besonders um ihren Mann und ihren Sohn. Die Großmutter schläft bereits erschöpft in der Ecke, eine ältere Schwester weint sich in den Schlaf, auch sie braucht noch die beruhigende Stimme der Mutter. „Wir werden nicht sterben“, versucht die Mutter das Kind zu beruhigen, doch die Situation reicht über die Familie hinaus. E-Gitarre und Geige vermitteln eine düstere Stimmung. Ist es noch die Mutter, die die folgende Strophe singt?

Die Welt ist nicht mehr sicher, es ist nicht klar, was der kommende Tag bringen wird. Die düstere Stimmung ergreift auch die Stimme der Mutter – der einzige Hoffnungsschimmer, der ihr bleibt und den sie zu vermitteln versucht: „Wir sind nicht alleine! Du bist nicht alleine. Ich bin bei Dir.“ Geige und Gitarre winden sich aneinander empor, sie umspielen sich, es gibt kurze Momente des Strahlens, der Gesang nimmt die hellere Stimmung auf, er entfernt sich dadurch aus der Hoffnungslosigkeit, aber nur, um den Zustand der Flucht in einen allgegenwärtigen, allgemeinen Zustand zu heben, eine niemals endende, leidvolle Geschichte. Die Musik wird zu einem Ort der Zuflucht und Hoffnung in dieser düsteren Lage. Das Lied ebbt langsam ab. Weine nicht!

Wladislaw Warkentin, Paul Braun und Richard Kraetzig, die Macher des Videos, zeigen Mutter und Kind, die einander suchen, sich jedoch nicht finden und einsam in ihrer jeweils eigenen Welt verharren. Die Dunkelheit ist überall, die Musiker scheinen im leeren All zu stehen, Lichtpunkte bewegen sich um sie herum. Auch die Mutter und das Kind erscheinen und verschwinden wieder in der Dunkelheit. Die Stimmung der Musik legt sich über die Personen wie der Rauch, der immer wieder durchs Bild zieht.

Es gelingt die Themen des Songs, Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit, aufzunehmen und um eine Facette zu erweitern.

Bad Night (2 track single)

Die beiden Songs unserer neuen Single „Bad Night“ betrachten ein und dasselbe Thema von zwei sehr gegensätzlichen Seiten.

In vielen langjährigen Beziehungen kommt es trotz einer anscheinend guten Chemie zwischen den Partnern zu Problemen. Leider haben sich in unserem Umfeld in den vergangenen Jahren viele Paare getrennt, teilweise weil das Zusammenleben nicht mehr funktioniert hat, teilweise weil einer der Partner bereits eine neue Beziehung eingegangen war. Nur wenige Paare haben versucht Ihre Beziehung zu retten, Brüche zu kitten und wieder Vertrauen aufzubauen. Die beiden Songs handeln von diesem Bemühen.

Jungle – How can I do better next time?

Bad Night – How can there be a next time?

For the next dance you might choose me?

Jengel